HKP-1-2016
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Wie funktioniert die Tierhomöopathie?
Wie funktioniert die Tierhomöopathie?Die Vielfalt an Angeboten bringt viele zum Schwitzen. Welche Behandlung ist für den süßen Welpen, der seit Tagen Durchfall hat, die passende? Kriegt die Schulmedizin das Baby wieder auf die Beine? Ist da Akupunktur, Homöopathie, Physiotherapie oder gar Chinesische Medizin angezeigt? Und was ist Homöopathie genau?
Die Homöopathie wurde vor circa 250 Jahren von Dr. Samuel Hahnemann, einem deutschen Arzt und Chemiker, definiert. Alle Arzneien wurden an Menschen studiert und danach minutiös aufgezeichnet, um eine eigenständige Wissenschaft mit klaren Regeln zu ergeben. Dr. Hahnemann untersuchte diverse Arzneistoffe, unter anderem die Chinarinde, die zur damaligen Zeit das einzig wirksame Medikament gegen Malaria war. Da er die Wirkungsweise nicht verstand, machte er einen Selbstversuch und entdeckte, dass dies bei ihm malariaähnliche Symptome hervorrief und stieß damit fast zufällig auf das Wirkprinzip der Homöopathie. Die drei Grundpfeiler der Homöopathie sind das Ähnlichkeitsprinzip (Simile-Regel), eine ganzheitliche Betrachtungsweise (die Arznei passt auf das Individuum in seiner speziellen Situation) und die kleinstmögliche Dosis. Homöopathie bei Tieren
Die Homöopathie wurde zu einer Zeit entdeckt, als die konventionelle Medizin noch brutal und erbarmungslos mit ihren Patienten umging. Heute geht die Schulmedizin sanfter vor, sie berichtet über Nebenwirkungen und Komplikationen und erweist mit ihrer Methode der schnellen Beseitigung von Symptomen einen großen Nutzen für die heutige hektische Zeit. Beispiel Katze May war schwach und mit ihren 6 Monaten schwer untergewichtig. Ihre Schwester verstarb einen Tag, bevor sie mir vorgestellt wurde. Beide wurden vom Tierarzt untersucht, der nichts Abnormales feststellen konnte. May verweigerte jedes Essen, war aber sehr zielstrebig und ehrgeizig und das trotz ihrer Schwäche. Am wichtigsten war für sie, in der Wärme liegen zu können. Ihre Symptome sprachen für ein ganz bestimmtes homöopathisches Mittel. May erholte sich nach einer Gabe dieser Arznei vollständig, sie verdoppelte ihr Gewicht innerhalb von zwei Monaten und frisst heute, nach neun Jahren, normal und erfreut sich bis heute einer ausgezeichneter Gesundheit. Heilerfolge
Die Erfolge hängen von vielen Faktoren ab. So ist zum Beispiel der Qualität der Arzneien sowie den Kenntnissen des Homöopathen nicht wenig Gewicht beizumessen. Aber auch die Deutlichkeit der Symptome ist unumgänglich. Es reicht nämlich nicht zu erfahren, dass eine Katze gerne viel schläft. Wichtig ist zu wissen, wie sie schläft, ob sie träumt, welche Lage sie einnimmt, ob ihre Augen offen bleiben, ob sie Geräusche dabei macht usw. Beim Hund wird man zum Beispiel herausfinden müssen, wann er am liebsten frisst, was er gerne frisst, was er verabscheut, ob er seine Nahrung sauber oder wie ein Schwein einnimmt, wieviel er trinkt, wie schnell, in welchen Abständen, was er dazu noch tut... Phytotherapie Die auf Globuli oder Lösungen übertragenen Informationen aus Pflanzen, Tier-, Metall- oder Gewebeextrakten wirken direkt auf die geschwächte Lebenskraft des Patienten. Bachblüten Gewisse Seelenzustände korrespondieren mit bestimmten Pflanzenblüten. Diese Blüten werden mit Quellwasser aufbereitet. Aromatherapie Durch die Aufnahme von Duftstoffen (Einatmen, Bad, Massage) wird die Gefühlslage des Patienten verändert. Schüsslersalze Durch deren Einnahme wird die Zelle angeregt vermehrt Salze aus der Nahrung aufzunehmen und somit Krankheiten zu heilen. Akupunktur und Chinesische Medizin Eine der wichtigsten Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM); die TCM baut auf die ganzheitliche Auffassung vom Patienten mit Grundbegriffen wie Yin/Yang, die fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) sowie den acht Leitkriterien. Bioresonanz Krankheiten und Fehlfunktionen sind anhand veränderter körperspezifischer elektromagnetischer Schwingungen (Frequenzen) erkennbar. Osteopathie Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, rein manuelle Diagnose- und Therapiemethode, die sich auf Einschränkungen der Beweglichkeit von geweblichen Strukturen und Organen konzentriert.
Fotos: © istockphoto.com| Bart Sadowski; |
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